Seelsorgeraum

Information zur Firmung im SSR

Einladung Taize

Abendgebet Götzens 2017

Foto Kidane Korabza

Liebe Kinder und Jugendliche, Freunde und Bekannte, liebe Schwestern und Brüder!

Alles hat seine Zeit, heißt es im Buch Kohelet. Vor drei Jahren habe ich ein paar Zeilen im Pfarrbrief geschrieben, um mich vorzustellen. Nun ist es Zeit, mich zu verabschieden. Ich habe damals geschrieben, dass ich mir eine erfahrungsreiche Zeit erhoffe und es war tatsächlich so. Ich habe hier eine schöne und unvergessliche Zeit verbracht. Schon am Beginn war ich davon überwältigt, wie gut ich aufgenommen wurde. Immer wieder habe ich positive Rückmeldungen bekommen. Ich war von der Freundlichkeit und der wohlwollenden Offenheit, die man mir entgegenbrachte, überrascht. Jemand sagte einmal zu mir: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.“ Das mag stimmen, doch die freundliche Aufnahme in den einzelnen Pfarren und Gemeinden und das Wohlwollen ist für mich nicht selbstverständlich.

Meinerseits habe ich versucht, mich sowohl menschlich als auch religiös gut einzubringen. Gerne nahm ich am Leben der Menschen im Dorf teil: durch die Tauf-, Hochzeits- und Trauergespräche, durch die Feier der Sakramente, aber auch durch andere Feierlichkeiten. Die größte Freude und Bereicherung war für mich die Begegnung mit den Kindern und Jugendlichen, sowohl in den Pfarren als auch in der Schule. In der Schule war es nicht immer leicht den Schülern gerecht zu werden bzw. ihre Erwartungen zu erfüllen, aber ich habe versucht, sie ein Stück ihres Weges zu begleiten und ich hoffe, dass ich ihnen auf ihrem Weg etwas mitgeben konnte. Kinder und Jugendliche liegen mir besonders am Herzen – auch wenn sie mich manchmal sehr herausfordern – und ich möchte mich weiterhin für sie einsetzen.

Ich habe versucht meinen Weg als Priester, Seelsorger und Lehrer authentisch und ehrlich zu gehen. Durch meine Worte und Taten habe ich versucht meiner Berufung gerecht zu werden. Es kann sein, dass vielleicht manches, was ich tat, sagte oder predigte nicht gut angekommen ist. Der Mensch ist nicht fehlerfrei, sicher habe ich Fehler gemacht. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Am Ende meines Aufenthaltes hier im Mittelgebirge, bedanke ich mich herzlich bei vielen Menschen, die mich freundlich aufnahmen, die mich ein Stück meines Weges begleitet haben und bei denen, die für mich gebetet haben. Ich bedanke mich für die vielen Essenseinladungen, besonders für meine Lieblingsspeise Schweinebraten mit Knödel J

Im Leben muss man lernen loszulassen und neu zu beginnen. Obwohl ich hier nicht sehr lange tätig war, gehe ich doch auch mit ein bisschen Wehmut. Aber ich bin nicht aus der Welt. Ab und zu werde ich sicher den Seelsorgeraum besuchen und auch den einen oder anderen Gottesdienst mit euch feiern. Ab September übernehme ich dann die schöne, aber sicher auch sehr herausfordernde Aufgabe des diözesanen Jungschar- und Jugendseelsorgers. Ich bitte euch um euer Gebet.

Allen ein herzliches Vergelt‘s Gott!

Im Gebet verbunden,

euer Kidane

Foto Peter Ferner  
   

Grüß Gott!
Ich wurde am 14. März 1954 in Tamsweg/Salzburg geboren und bin in einer sehr großen Familie aufgewachsen. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule kam ich nach Stams ins Gymnasium. Mein Theologiestudium absolvierte ich in Wien und Innsbruck. Dazwischen interessierte ich mich kurz für das Medizinstudium. Während der Studienzeiten machte ich öfter einen „Ausflug" zu Mutter Teresa. Ihre Spiritualität und ihr Leben zogen mich an.
Am 22. März 1980 wurde ich zum Diakon geweiht, am 6. Juni 1980 zum Priester.
Es folgten dreieinhalb Jahre als Kooperator in Hall in Tirol, neun Jahre wirkte ich als Diözesanjugendseelsorger der KAJ in Tirol. Während dieser Zeit lebte ich zuerst im Haus der Begegnung und in den weiteren Jahren in Sellrain und im Reimmichlhaus in Heiligkreuz bei Hall. Dann war ich Pfarrer in Umhausen und Pfarrer und Dekan in Lienz. Seit 2005 bin ich Regens des Priesterseminars in Innsbruck.

Durch verschiedene Begegnungen bei Firmungen, Aushilfen und Wallfahrten durfte ich schon einige von euch kennen lernen. Ich freue mich auf meine Arbeit im Seelsorgeraum Westliches Mittelgebirge. Möge Gott unseren gemeinsamen Weg segnen!

Ganz besonders freue ich mich, wenn Familien auch mit kleinen Kindern den Gottesdienst mitfeiern. Das "Diskutieren und Loben" der Kleinsten im Kirchenraum ist Musik in meinen Ohren. Es ist wesentlich für Kirche und Gesellschaft, wie Familien gelebt werden und wie weit die Eltern ihre Kinder religiös erziehen und dass dadurch Glaubensgemeinschaft auch für unsere Jüngsten schon erfahrbar wird. Ein großes Anliegen sind mir ebenso die Jugendlichen und ich habe den tiefen Wunsch in mir, dass sie einen guten Weg finden. Ebenso möchte ich alle Frauen und Männer, Senioren und Seniorinnen und Alleinstehende einladen, ihren Lebensreichtum mit allen zu teilen. Kirche ist Gemeinschaft mit Gott und untereinander und ich bin zuversichtlich, dass es gute Möglichkeiten gibt, damit alle auf ihrem persönlichen Weg finden, was sie suchen.

An dieser Stelle bitte ich um das gegenseitige Gebet, um eure Mitarbeit und um Vorschläge, Gedanken und Ideen an mich, an das Seelsorgeraum-Team und die Räte.

Wohnen werde ich im Pfarrhaus in Axams. Nach dem Motto "Wer in Gott zu Hause ist, ist überall daheim" möchte ich nicht nur im Pfarrhaus, sondern auch "draußen" Gesprächspartner für euch sein. So freue ich mich auf unser persönliches Kennenlernen.

Herzliche Grüße Peter Ferner

 

Wir laden herzlich ein zur Eucharistischen Anbetung:

in der Pfarrkirche in Axams: jeden Freitag von 9-11 Uhr

in der Theresienkirche in Götzens: jeden Freitag von 20-22 Uhr