Schon in den Schriften des Alten Testaments begegnen wir der ehelichen Lebensform zwischen Mann und Frau. Im „Hohenlied der Liebe“ wird die hohe Wertschätzung der Ehe, der Liebe und der Treue, erkennbar. Die Liebe ist wie ein Feuer, das im Herzen eines Menschen brennt, es ist das Feuer der Sehnsucht nach dem anderen, das „auch mächtige Wasser nicht löschen können“ (Hld 8,6-7).

Der Weg zur kirchlichen Trauung:

  • Kontaktaufnahme mit dem Pfarrer der Wohnortpfarre (früh genug ca. 3-6 Monate vor der Trauung)
  • Termin für das Trauungsprotokoll
  • Termin für die Trauung
  • Termin für das Eheseminar

Dokumente:

  • Taufschein oder Taufscheinergänzung mit Firmvermerk oder Ledigenvermerk
  • Eventuell standesamtliche Trauungsurkunde
  • Taufurkunden von den Kindern

Bitte nehmen Sie auf jeden Fall Kontakt mit den Pfarrbüros ( Axams: Tel. 68128, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Götzens: Tel. 32229, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) auf, da für das Trauungsprotokoll die Wohnpfarre zuständig ist.

In der Ehe zwischen Mann und Frau erkennt die Kirche die Beziehung zwischen Christus und sich. Der Apostel Paulus schreibt: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein: Dies ist ein großes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5,31-32). So gehören Mann und Frau untrennbar zusammen, wie Christus und die Kirche unzertrennlich sind. Die Ehe ist deshalb ein Sakrament, weil sich diese Beziehung in ihr wiederspiegelt. Sie ist unauflöslich (Mt 19,6), weil Christus selbst den Bund der Ehe gestiftet und sie gesegnet hat.

Jesus hat sein öffentliches Wirken auf einer Hochzeitsfeier zu Kana in Galiläa begonnen und dort das erste Wunder gewirkt, indem er Wasser zu Wein verwandelt hat. Die Ehepartner sollen selbst stets offen sein für die kleinen und großen Wunder – wie das eines Kindes – die Gott in ihrer Partnerschaft wirkt und in Geduld Leid und Schicksalsschläge ertragen, die unerwartet und plötzlich das Glück und die Freude zu verdunkeln scheinen.

Durch das freiwillige „ja“ vor dem Amtsträger der Kirche und den Trauzeugen, spenden sich die Ehepartner das Sakrament der Ehe innerhalb einer liturgischen Feier. In der Segnung der Neuvermählten wird sichtbar, dass Gott der Herr der Spender aller Gnade und allen Segens in der beginnenden Ehe ist.

Durch gegenseitige Rücksichtnahme, Aufgabe des Egoismus, sowie das stete Bemühen „ein Herz und eine Seele“ zu werden, welches die Treue voraussetzt, werden beide wirklich „ein Fleisch“. Die christliche Familie stellt somit eine Art „Hauskirche“ dar, in der wahre und echte Humanität (II. Vatikanum) gelebt werden und der christliche Glaube nach dessen Ethik und Werten sinnerfüllend und lebensbereichernd erfahren werden kann.