Durch das Sakrament der Firmung werden den Gläubigen die Gaben des Heiligen Geistes zuteil. Die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie gehören zusammen und bilden eine Einheit.

Bei der Taufe Jesu im Jordan kam der Heilige Geist auf Jesus herab. Er ist „der Messias, der Gesalbte, der Sohn Gottes“. Dieser Heilige Geist hat auch zu Pfingsten die Apostel des Herrn, sowie Maria, die Mutter Jesu erfüllt. Von jenem Zeitpunkt an begannen die Apostel diese Gabe auch allen anderen Menschen weiterzugeben, wie es in der Apostelgeschichte 8,14-17 und in Apg 19,5-6 berichtet wird. Die Handauflegung und die Salbung mit dem wohlriechendem Chrisamöl sind die sichtbaren Zeichen dieses Sakramentes, das im Osten auch „Chrismation“ genannt wird. So soll jeder/jede ein „Wohlgeruch“ sein für die Welt (vgl. 2 Kor 2,15), denn durch Worte, Taten, ja durch das ganze Leben soll Christus hindurchscheinen, dessen Siegel er/sie durch die Firmung für immer trägt.

Der Ritus der Firmung beginnt mit der Erneuerung des Taufversprechens und dem katholischen Glaubensbekenntnis der Firmlinge. Der Bischof oder ein von ihm beauftragter Firmspender breitet die Hände aus und bittet in einem Gebet um die Herabkunft des Heiligen Geistes. Danach werden die Firmlinge unter Handauflegung mit dem Heiligen Chrisam auf der Stirn gesalbt, begleitet mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“ Der abschließende Friedensgruß gilt als Zeichen der Gemeinschaft zwischen dem Bischof und den Gläubigen. Dieses Sakrament wird wie die Taufe nur ein einziges mal im Leben eines Christen gespendet, da es ein „unauslöschliches geistiges Siegel“ hinterlässt. Es vollendet das Sakrament der Taufe, führt in eine engere Beziehung zu Gott, verbindet die Menschen enger mit der Kirche und befähigt, öffentlich seinen Glauben zu bekennen und für Christus Zeugnis zu geben.

Die Vorbereitung auf die Firmung hat zum Ziel, dass die jungen Menschen sich intensiver mit dem Glauben befassen, dass sie die Kirche und die konkrete Pfarrgemeinde „von innen“ her näher kennen lernen und Freude am Glauben und an der Kirche finden.